ruhrjug: Vortrag von Peter Doschkinow (Sun) zu JavaFX
Gestern habe ich mir auf dem Treffen der ruhrjug in Essen (danke an Heiko Sippel) den Vortrag von Peter Doschkinow (Sun) zu JavaFX angehört. Der kostenlose Vortrag fand wie immer in einer sehr lockeren Atmosphäre bei Softdrings und Sandwiches statt, die vom Linuxhotel gesponsert wurden.
JavaFX ist eine Technologie zum erstellen von grafischen Benutzeroberflächen und tritt gegen Flex (Flash) und Silverlight an.
Während Flex eher aus der Sicht eines Designers entwickelt wurde und sich bei mit der Entwicklungsumgebung in Richtung der Programmierer bewegt, verhält es sich bei JavaFX genau umgekehrt.
JavaFX stellt zunächst eine starr typisierte Skriptsprache bereit, die jedoch auf alle bestehenden Java-Objekte zugreifen und diese instanzieren kann. Das ist möglich, da JavaFX durch dir JVM ausgeführt werden kann und somit in der selben Laufzeitumgebung wir Java selbst läuft.
Für den Java Programmierer bedeutet dies, dass er seine Backendtechnologie (Webservices, Datenbankzugriffen etc.) mit JavaFX weiterverwenden kann. Somit benötigt man JavaFX wirklich nur zur reinen Oberflächengestaltung und kann alles weitere in Java programmieren.
Für JavaFX stehen Plug-Ins für die Adobe Creative Suite 3 und 4 (Illustrator und Photoshop) bereit, was für die Einbindung von Designern in den Workflow sehr gut geeignet ist.
Die Zielplatformen für JavaFX sind zum einen der Desktop, Browser, Mobiltelefone, Fernseher/Blu-ray oder Embedded Devices wie Navigationsgeräte etc..
Bei der Entwicklung verwendet man sog. Profiles, damit die Anwendung schon auf die grundsätzlichen Gegebenheiten der Zielplattform vorbereitet werden kann. So kann man in dem entsprechenden Profile z.B. auf das Adressbuch oder die Kamera des Mobiltelefons zugreifen.
Im sog. Common profile kann eine universelle Anwendung programmiert werden. Hier wird für die Schnittmenge der Zielplattformen von JavaFX programmiert. Anwendungen die für dieses Profil entwickelt wurden, können ohne Änderungen direkt auf die Zielplattformen deployt werden.
Eine Anwendung kann somit zunächst wie ein gewöhnliches Java Applet im Browser angezeigt werden. Der Benutzer kann diese Anwendung dann per Drag-and-Drop aus dem Browser heraus ziehen, den Browser schließen und trotz dem mit der Anwendung weiterarbeiten. Die Anwendung kann dabei sogar als Link auf dem Desktop abgelegt und von dort aus immer wieder gestartet werden.
JavaFX ist eine sehr junge Technologie und muss sich daher zunächst etablieren. Auf den für diese Technik prädestinierten Mobiltelefonen wie Android, Palm Pre oder iPhone sucht man JavaFX derzeit noch vergebens. Sun ist jedoch nach Angaben von Peter Doschkinow darum bemüht in Verhandlungen mit den Mobiltelefon Herstellern JavaFX auch auf diese Platformen zu bringen.
Die Zielgruppe für diese Technik sind zunächst mal die Consumer und das erste Geld wird man vermutlich mit Spielen für Handys verdienen können. Im Enterprise Umfeld wird es sicherlich so schnell keine große Rolle spielen. JSF und Co. haben da einfach die Nase vorn und JavaFX wird hier bestenfalls dadurch punkten können, dass es auf die Hardware wie Kamera etc. zugreifen kann. Ich denke dabei z.B. an Softphones im Browser (da werden die Gesetze für die Vorratsdatenspeicherung wohl wieder erweitert werden müssen
).
Sony Ericsson, HTC und LG Electronics unterstützen JavaFX wohl schon. Auf dem Vortrag selbst konnten wir eine JavaFX Anwendung auf einem HTC unter Windows Mobile von Ende 2008 bewundern.
Die beste IDE für JavaFX ist lt. Peter Doschkinow wohl Netbeans. Ich werde mir davon aber noch selber ein Bild machen, denn was Eclipse (zu deutsch Sonnenfinsternis) angeht ist Sun (zu deutsch Sonne) sicherlich nicht ganz neutral.
Ob JavaFX sich durchsetzen wird, hängt sehr stark von der Community, die die Anwendungen entwickeln muss und von den Hardware Herstellern, die die entsprechenden Endgeräte produzieren müssen ab. Wenn man so will, ein Henne-Ei-Problem.
Ich persönlich habe einen sehr positiven Eindruck von JavaFX gewinnen können und werde mich auch weitergehend damit beschäftigen, da es für mich eben eine Erweiterung von Java ist und ich defacto eben nicht mit einer komplett neuen Programmiersprache anfangen muss.
Posted at 11:44AM Okt 23, 2009 by Randy Gupta in Java | Kommentare[19]
Gesendet von Lars Roewekamp am Oktober 24, 2009 at 12:42 PM MESZ #
Tja, so ein Statement ist für Apple typisch. Einer der Gründe, weshalb ich mir auch kein iPhone kaufen werde. Allerdings hat Apple in der Vergangenheit auch einige Änderungen in den Policies vorgenommen. Ich bin da zwar nicht komplett im Bilde, aber anfangs waren die den Entwicklern gegenüber wohl noch wesentlich restriktiver, oder?.
Wie auch immer heute morgen ist mein Buch zu JavaFX angekommen und was ich bisher gelesen habe, gefällt mir sehr gut.
Gesendet von Randy Gupta am Oktober 24, 2009 at 11:29 PM MESZ #
Gesendet von Laneventure. am März 19, 2011 at 04:24 AM MEZ #
Gesendet von Reception desk. am März 24, 2011 at 02:19 AM MEZ #
Gesendet von Free desk top themes. am März 26, 2011 at 10:58 PM MEZ #
Gesendet von Physicians desk reference. am März 27, 2011 at 05:42 AM MESZ #
Gesendet von Furniture found in egyptian tombs. am März 27, 2011 at 06:43 PM MESZ #
Gesendet von Rossi skis. am April 01, 2011 at 08:17 AM MESZ #
Gesendet von Digital photo frame. am April 03, 2011 at 09:13 PM MESZ #
Gesendet von Ikea glendora. am April 04, 2011 at 04:43 PM MESZ #
Gesendet von Digital cameras. am April 05, 2011 at 03:45 AM MESZ #
Gesendet von Kodak digital cameras. am April 06, 2011 at 02:53 AM MESZ #
Gesendet von George montgomery k2 sports. am April 06, 2011 at 04:30 PM MESZ #
Gesendet von Digital frame. am April 07, 2011 at 01:48 AM MESZ #
Gesendet von Digital photo album. am April 08, 2011 at 01:16 AM MESZ #
Gesendet von Fauteuil jardin. am April 08, 2011 at 01:53 PM MESZ #
Gesendet von Carved oak settee. am April 09, 2011 at 02:33 AM MESZ #
Gesendet von Chaise longue r glage continu 1928. am April 09, 2011 at 01:30 PM MESZ #
Gesendet von Folding fireplace screen. am April 09, 2011 at 03:21 PM MESZ #